Spätestens dann, wenn die Jahresabrechnung für den Strom ins Haus geflattert kommt, wird wohl den meisten Verbrauchern einmal mehr klar, dass sie einen viel zu teuren Tarif haben. Aber damit ist jetzt Schluss!
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Tarif zu teuer? Keine Lust sich mit unzähligen Angeboten von zahllosen Energieunternehmen zu befassen? Und das Schlimmste dabei ist, dass jeder Energieversorger nicht nur einen Tarif anbietet, sondern meistens etliche verschiedene Tarife im Angebot hat. Das kann zur Folge haben, dass sich der Verbraucher inmitten dieses Tarif-Dschungels für ein Angebot entscheidet, dass eigentlich gar nicht zu seinen Bedürfnissen passt und noch immer viel zu teuer ist. Schließlich stecken auch bei den Stromtarifen die Tücken im Detail, sodass sich ein auf den ersten Blick günstiger Tarif durchaus als zu teuer entpuppen kann.
Viele Verbraucher achten zum Beispiel bei der Suche nach einem neuen Stromtarif häufig nur auf den Verbrauchspreis und lassen den Grundpreis dabei völlig außer Acht. Das führt dann nicht selten dazu, dass die Jahrsstromabrechnung wider Erwarten höher ausfällt als gedacht. Um einen wirklich günstigen Stromtarif zu finden, muss man also sehr genau vergleichen und viel Zeit aufwenden. Es sei denn, man nutzt für die Suche nach günstigem Strom einfach einen Tarifrechner aus dem Internet.
Einen Tarifrechner findet man ganz einfach, wenn man die Begriffe „Tarifrechner“ oder „Vergleichsrechner“ in eine Suchmaschine eingibt. Man bekommt dann unzählige Ergebnisse für Tarif- oder Vergleichsrechner angezeigt, die von verschiedenen Anbietern zur Verfügung gestellt werden und im Prinzip alle dasselbe tun – sie suchen einfach und schnell die günstigsten Tarife heraus.
In der Regel erklären sich die Tarifrechner praktisch von selbst. Meistens verfügen sie über zwei Eingabefelder. In das eine Feld trägt man seine Postleitzahl und in das andere Feld trägt man seinen durchschnittlichen Jahresverbrauch ein. Danach klickt man einfach auf den darunter befindlichen Button, auf dem „Berechnen“ oder „Vergleichen“ steht, und schon bekommt man eine Liste mit den jeweils günstigsten regional verfügbaren Stromtarifen angezeigt. Abgesehen von anderen Angaben zur Zahlungsweise, Preisgarantie oder zur Prämienzahlung findet man in dieser Liste (meistens ganz vorn in der Zeile) den Preis angezeigt, den man beim jeweiligen Tarif pro Jahr bezahlen müsste. Diese Summe berücksichtigt natürlich den vom Verbraucher angegebenen Jahresstromverbrauch. Neben oder unter dieser Summe steht dann immer noch ein weiterer Betrag – mit einem Minus als Vorzeichen. Bei diesem Betrag handelt es sich um die Summe, die man gegenüber dem regionalen Grundversorger sparen würde. Wer seinen Strom also noch von seinem regionalen Grundversorger bezieht, kann so auf den ersten Blick sehen, wie viel er bei den anderen Anbietern pro Jahr sparen könnte. Erstaunlicherweise wird man dabei recht schnell feststellen, dass man in dieser Liste eine ganze Reihe von Tarifen findet, bei denen man weit mehr als hundert Euro pro Jahr und in manchen Fällen sogar mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen könnte. Natürlich wird die Zahl hinter dem Minus immer kleiner, je weiter man sich in der Liste nach unten bewegt. Wenn man sich also in den oberen Regionen der Liste einen Anbieter aussucht, dann spart man garantiert. Und wenn man sich für einen Anbieter entschieden hat, dann kann man meist direkt online wechseln.
Dies sind die größten Stromanbieter
Wer sich schon einmal auf die Suche nach einem neuen Stromanbieter begeben hat, weil die letzte Jahresstromabrechnung wieder mal viel zu hoch ausgefallen ist, der wird festgestellt haben, dass es in Deutschland eine sehr große Anzahl an Energieversorgungsunternehmen gibt. Momentan gibt es in Deutschland über 950 verschiedene Energieversorgungsunternehmen. Darunter befinden sich Stromanbieter, die ihre Stromprodukte nur regional zur Verfügung stellen, und Stromanbieter, die ihre Stromprodukte überregional oder bundesweit anbieten. Bei den regionalen Stromanbietern handelt es sich zumeist um Tochtergesellschaften großer Energieversorger oder um Verbände von Stadtwerken. Unter all diesen Energieversorgern gibt es nun ein paar Unternehmen, die zu den größten Stromanbietern in Deutschland gehören. Die vier größten Stromanbieter in Deutschland sind die E.ON AG, RWE, EnBW und Vattenfall Europe. Allein diese vier Unternehmen beherrschen rund 80 Prozent des deutschen Strommarktes.
Deutschlands größter Stromanbieter ist die E.ON AG. Das Unternehmen agiert bundesweit unter regional unterschiedlichen Namen auf. Für die Verbraucher in Deutschland bedeutet das zum einen regional unterschiedliche Tarife und zum anderen eine jeweils voneinander abweichende Zusammensetzung des Stroms. So beinhaltet der Strom-Mix der E.ON Thüringer Energie mit etwa 14 Prozent nur einen vergleichsweise geringen Anteil an Atomenergie, mit rund 67 Prozent jedoch einen verhältnismäßig hohen Anteil an fossiler Energie. Der Strom-Mix der E.ON Hanse hingegen beinhaltet rund 44 Prozent Atomenergie, dafür aber nur etwas mehr als 36 Prozent an fossilen Energieträgern. Das Unternehmen E.ON betreibt zahlreiche technische Anlagen zur Stromgewinnung. Darunter befinden sich zahlreiche Steinkohlekraftwerke, anteilsmäßig Kernkraftwerke, Öl- und Gaskraftwerke, aber auch Biomasseanlagen sowie Wind- und Solaranlagen.
Beim zweitgrößten Stromlieferanten Deutschlands, der RWE AG, setzt sich der Strom-Mix ganz anders zusammen. Der Strom-Mix der RWE AG besteht nämlich zu einem Großteil aus fossilen Energieträgern. Etwa 78 Prozent des Stroms werden aus fossilen und sonstigen Energieträgern gewonnen. Lediglich vier Prozent des Stroms stammen aus erneuerbaren Energien. Mit diesen sehr niedrigen vier Prozent liegt die RWE AG knapp zwölf Prozent unter dem bundesdeutschen Durchschnitt aller Anbieter. Die EnBW AG wiederum hat in ihrem Strom-Mix rund 24 Prozent erneuerbare Energien und liegt somit über dem Durchschnitt.
Die meisten der ganz großen Stromanbieter fördern mit Sponsoring verschiedene Projekte. Vor allen Dingen handelt es sich hierbei um Sport-, Jugend- oder Kulturprojekte, die zum Beispiel durch das Sponsoring von Trikots von den Energieunternehmen unterstützt werden.
In den letzten Jahren ist auch die Zahl der Energieversorger gestiegen, die den Verbraucher mit Ökostrom versorgen. Mittlerweile hat sogar die Mehrzahl aller Anbieter zumindest einen Ökostrom-Tarif im Angebot. Wobei so ein Ökostrom-Tarif nicht immer bedeutet, dass der Verbraucher Strom geliefert bekommt, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Bei manchen Anbietern handelt es sich bei einem Ökostrom-Tarif um einen Strom-Mix, der einen sehr hohen Anteil an erneuerbaren Energien beinhaltet. Es gibt natürlich auch Anbieter, die reinen Ökostrom anbieten. Auch hier gibt es führende Energieunternehmen in Deutschland. Die größten Ökostrom-Anbieter in Deutschland sind LichtBlick, Greenpeace energy, die Elektrizitätswerke Schönau und die Naturstrom AG. Letztere beliefert die Verbraucher mit 100 Prozent Ökostrom. Aber auch hier handelt es sich um eine Art Strom-Mix, denn die Energie wird auf verschiedene Weise gewonnen. Zur Gewinnung des Ökostroms werden unter anderem Wasserkraftwerke, Windkraftanlagen, Biomasseanlagen und Photovoltaikanlagen betrieben.
Ein Tarif nach Ihren Bedürfnissen
Wenn mal wieder eine flächendeckende Strompreiserhöhung in den Medien angekündigt wird, dann ist es für den einen oder anderen Verbraucher an der Zeit, sich nach einem neuen Anbieter oder wenigstens nach einem neuen Stromtarif beim eigenen Anbieter zu erkundigen. Heutzutage ist es nicht ganz unüblich, das gerade in Zeiten angekündigter Strompreiserhöhungen, Vertreter verschiedener Energieversorger von Haus zu Haus ziehen, um die Verbraucher von ihren Tarifen zu überzeugen. Nun ist das im Grunde genommen gar keine so schlechte Sache. Da kommt jemand direkt zum Verbraucher nach Hause und rechnet vor, wie viel man für seinen Strom bei seinem auftraggebenden Unternehmen bezahlen müsste. Und im besten Falle fällt dieser errechnete Betrag sogar tatsächlich um einiges niedriger aus als beim bisherigen Stromversorger. Der Verbraucher selbst muss sich somit nicht mit dem Vergleichen von Tarifen beschäftigen und muss lediglich seine Unterschrift unter den neuen Vertrag setzen.
Was solche Vertreter aber gern einmal vorenthalten ist die Tatsache, dass die Möglichkeit besteht, dass der Verbraucher bei einem anderen Anbieter eventuell noch mehr Geld sparen könnte. Auch werden die Details der Tarife meist so lange schön geredet, bis der Verbraucher davon überzeugt ist, dass genau dieser Tarif dieses Anbieters das günstigste Angebot ist. Kurz gesagt – solche Beratungsgespräche von Vertretern einzelner Energieversorger sind zwar extrem praktisch, die Ergebnisse sind aber nicht immer exakt auf die Bedürfnisse des Verbrauchers abgestimmt.
Viel besser ist es da, wenn sich der Verbraucher an einen Tarifrechner oder einen Vergleichsrechner im Internet wendet. Dieser Dienst kann vollkommen unverbindlich und kostenlos genutzt werden. Zudem werden von einem solchen Tarif- oder Vergleichsrechner alle Tarife angezeigt, die den Bedürfnissen der Verbraucher entsprechen und mit denen die Verbraucher garantiert sparen. Ein Tarif- oder Vergleichsrechner bevorzugt keinen Energieversorger und bietet dem Verbraucher somit eine unabhängige und objektive Auswahl an Tarifen.
Wenn man einen solchen Vergleichs- oder Tarifrechner nutzt, dann muss man genau zwei Angaben machen. Zum einen muss man seine Postleitzahl in den Rechner eingeben. Das hilft dem Vergleichsrechner dabei, nicht nur die günstigsten Energieversorger zu finden, sondern auch gleichzeitig deren regionale Verfügbarkeit zu überprüfen. Bei der zweiten Angabe handelt es sich um den jährlichen Stromverbrauch. Diese Angabe hilft dem Vergleichsrechner dabei, gezielt nach Tarifen zu suchen, die auf einen Verbrauch in der angegebenen Höhe zugeschnitten sind. Allein durch diese beiden Angaben bekommt man als Verbraucher schon eine ganze Reihe von Tarifen angezeigt, die zu den individuellen Bedürfnissen passen.
Man hat jedoch außerdem noch die Möglichkeit, die Tarife noch besser nach seinen eigenen Bedürfnissen aussuchen zu lassen. Die meisten Tarif- und Vergleichsrechner verfügen dazu über standardisierte Suchkriterien, die vom Verbraucher optional angewählt werden können. So hat man als Verbraucher beispielsweise die Möglichkeit, sich ausschließlich Tarife anzeigen zu lassen, bei denen man reinen Ökostrom nach Hause geliefert bekommt. Weiterhin kann man sich die Tarife auch nach der Zahlungsweise aussuchen lassen. Wenn man beispielsweise keine Tarife angezeigt bekommen möchte, bei denen die Zahlung per Vorauskasse erwartet wird, so kann man dies mit einem Klick auswählen. Nutzt man all diese Möglichkeiten, die solch ein Tarif- oder Vergleichsrechner bietet, dann kann man schnell und einfach einen Tarif finden, der tatsächlich den eigenen Bedürfnissen entspricht.
Angebot einholen und vergleichen lohnt sich
In einer Zeit, in der wirklich alles teurer wird, ist es in den meisten Haushalten eine Selbstverständlichkeit, dass man Preise vergleicht oder sich mehrere Angebote einholt, bevor man sich für den Kauf entscheidet. Das fängt bei kleinen Dingen, wie dem Vergleichen der Lebensmittelpreise, an und hört im dem Einholen verschiedener Angebote bei größeren Anschaffungen, wie Möbel, technische Geräte oder einem neuen Auto, auf. Mit diesen Methoden bekommt man das, was man möchte, stets zu den günstigsten Preisen. Und mit dem gesparten Geld kann man sich dann eventuell sogar noch andere Wünsche erfüllen.
Angebote einholen und vergleichen lohnt sich also fast immer. Das gilt auch bei den Strompreisen. Schließlich ist Strom etwas, das man täglich benötigt und nutzt. Und gerade hier kann man eine Menge Geld sparen – nicht nur durch den sparsamen Umgang mit Strom.
Seit dem Ende des letzten Jahrtausends, seit der Liberalisierung des Strommarktes, ist es Verbrauchern in Deutschland möglich, sich ihren Energieversorger frei auszuwählen. Es ist also niemand mehr darauf angewiesen, seinen Strom vom regionalen Grundversorger zu beziehen. Und damit ist natürlich auch niemand mehr darauf angewiesen, die Preise der Grundversorger zu zahlen.
Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 950 regionale und überregionale Energieversorger, aus denen sich die Verbraucher ihren Anbieter heraussuchen können. Aufgrund dieser Vielzahl der Anbieter, die natürlich alle um die Gunst der Verbraucher buhlen, kommt es zu einer Wettbewerbssituation, von denen die Verbraucher nur profitieren können. Damit ein Verbraucher tatsächlich davon profitieren kann, muss er sich natürlich auch hier die Mühe machen, die Tarife der verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen und sich Angebote einzuholen. Dafür hat der Verbraucher zwei Möglichkeiten. Bei der Ersten müsste er sich direkt an die verschiedenen Energieversorger wenden, um deren Tarife zu erfragen und um sich Angebote zuschicken zu lassen. Allerdings ist diese Methode doch sehr umständlich. Zunächst einmal wird man sich wohl kaum die Angebote aller über 950 Energieversorger in Deutschland zukommen lassen. Und dann stünde man noch vor der schwierigen Aufgabe, sich aus dem Tarif-Dschungel der kontaktierten Energieversorger einen passenden Tarif auszuwählen. Auf diese Weise vorzugehen, macht es praktisch unmöglich, den tatsächlich günstigsten Tarif, der perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist, zu finden.
Viel einfacher ist es da, wenn man die zweite Möglichkeit nutzt, mit der man sich Angebote einholen und vergleichen kann. Für diesen Weg braucht man das Internet. Hierin sucht man nach einem Stromtarif- oder Stromvergleichsrechner und damit ist die größte Hürde auf dem Weg zu einem wirklich günstigen Angebot schon genommen. In den Vergleichs- oder Tarifrechner muss man lediglich seinen durchschnittlichen Jahresverbrauch an Strom (zu finden auf der letzten Jahresstromabrechnung) und seine Postleitzahl eingeben. Der Tarif- oder Vergleichsrechner sucht nun in Sekundenschnelle die günstigsten regional verfügbaren Angebote verschiedener Energieversorger heraus, wobei natürlich kein bestimmtes Energieunternehmen bevorzugt wird.
Auf der Liste der angezeigten Stromversorger wird unter anderem der Gesamtjahresbetrag angezeigt, den man bei den einzelnen Stromversorgern zu zahlen hätte. Und neben diesen Beträgen steht dann auch gleich noch die Summe, die man gegenüber dem örtlichen Grundversorger sparen kann. Beim Blick auf diese beiden Beträge wird der eine oder andere Verbraucher sicher mehr als erstaunt sein, wie sehr sich das Vergleichen verschiedener Angebote lohnen kann.
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